One ROM – Praxis: ROM-Erweiterung für den AC1
Dieses Praxisbeispiel stammt von Harry Venzke, dem ich an dieser Stelle herzlich für die umfangreiche Zuarbeit danken möchte. Harry ist im Robotrontechnik-Forum aktiv und suchte nach einer modernen Alternative für die EPROMs seines picoAC1 und Modul-1.
👉 Ziel war es, die im picoAC1 verwendeten EPROMs vom Typ 27C256 sowie die EPROMs 2764 und 27C4001 im Modul-1 zu ersetzen. Gleichzeitig sollte der Einsatz seines unzuverlässigen EPROM-Programmiergeräts künftig entfallen.
Ausgangssituation
Bei diesem Praxisbeispiel geht es um das Modul-1 für den Amateuromputer AC1 bzw. dessen modernen Nachbau picoAC1.
Der AC1 war ein Heimcomputer-Bausatzprojekt aus den 1980er-Jahren in der DDR. Der picoAC1 ist ein moderner Nachbau, der bereits hier im Blog vorgestellt wurde.
Das Modul-1 erweitert den Rechner um zusätzlichen ROM-Speicher und ist mit 2 × 8 KByte sowie 2 × 512 KByte ROMs bzw. EPROMs bestückt.
Das Modul 1 wird an einer Rückverdrahtung betrieben und erfordert die modernisierte picoAC1-2026 Leiterplatte.
Die picoAC1-2026 Platine befindet sich noch in der Erprobung und ist noch nicht allgemein verfügbar. Sobald die Platine verfügbar ist wird es einen Beitrag im Robotron Forum geben 😉
Mehr Infos im Robotrontechnik-Forum: miniAC1
Lösung
Der EPROM auf der picoAC1 Platine und die EPROMS vom Modul 1 lassen sich problemlos durch ONE-ROMs ersetzen. Dadurch wird das Programmieren deutlich einfacher, und die verwendeten Speicherbausteine sind heute wesentlich leichter erhältlich als die ursprünglichen ROMs bzw. EPROMs.
Außerdem können sie zum neuprogrammieren in der EPROM Fassung verbleiben wenn der USB Anschluss zugänglich ist.
Der picoAC1 startet mit dem ONE-ROM-Modul problemlos und zeigt folgenden Startbildschirm:
Mit dem X wird das Modul 1 gestartet, auf welchen sich dann Anwendungen befinden.
Fazit
Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel für den Einsatz der One-ROMs. Ohne Änderungen an der vorhandenen Hardware lassen sich mehrere ROM- und EPROM-Typen ersetzen. Gleichzeitig entfällt die Abhängigkeit von älteren EPROM-Programmiergeräten, während aktuelle Firmware-Versionen jederzeit schnell aufgespielt werden können.





