Hallo zusammen,
seit heute habe ich ein neues „Spielzeug“. Es ist der PicoCalc von clockwork.
Der PicoCalc ist im Grunde ein kleiner, tragbarer Computer auf Basis des Raspberry Pi Pico. Durch das eingebaute Display, die vollständige Tastatur und die SD-Karte eignet er sich hervorragend als eigenständiger kleiner Entwicklungs- und Testrechner – und natürlich ganz besonders für PicoMite und MMBasic.
Die Hardware
Der PicoCalc bringt bereits fast alles mit, was man für einen kleinen mobilen Computer benötigt:
- 4-Zoll-IPS-Display mit 320 × 320 Pixeln
- 67-Tasten-QWERTY-Tastatur mit einstellbarer Hintergrundbeleuchtung
- SD-Karten-Steckplatz
- 8 MB PSRAM auf dem Mainboard
- zwei eingebaute PWM-Lautsprecher
- 3,5-mm-Kopfhöreranschluss
- Stromversorgung über 18650-Akkus mit integrierter Lade- und Entladeelektronik
- Erweiterungsmöglichkeiten über GPIO, SPI, I²C und UART
Interessant ist außerdem, dass der eigentliche Mikrocontroller nicht fest mit dem PicoCalc verbunden ist. ClockworkPi hat das Gerät so konstruiert, dass unterschiedliche Pico-kompatible Module verwendet werden können.
Unterstützt werden unter anderem:
- Raspberry Pi Pico H
- Raspberry Pi Pico WH
- Raspberry Pi Pico 2
- Raspberry Pi Pico 2 W
Damit lässt sich der PicoCalc beispielsweise mit einem RP2040 oder dem wesentlich leistungsfähigeren RP2350 betreiben. Mit den W-Versionen kommen zusätzlich WLAN und Bluetooth hinzu.
Mehr als nur ein Taschenrechner
Der Name „PicoCalc“ ist eigentlich etwas irreführend. Das Gerät erinnert zwar optisch ein wenig an einen programmierbaren Taschenrechner der 1980er- und 1990er-Jahre, ist aber vielmehr ein kleiner universeller Mikrocontroller-Computer.
ClockworkPi bietet bzw. nennt dafür verschiedene Softwareumgebungen. Besonders interessant sind:
- PicoMite / MMBasic
- MicroPython
- uLisp
- FUZIX, ein kleines Unix-artiges Betriebssystem
- C/C++-Programme mit dem Raspberry Pi Pico SDK
Gerade diese Offenheit macht den PicoCalc für mich interessant.
Warum als PicoMite-Testgerät?
Für mein Projekt „Mein erstes MMBasic Programm“ beschäftige ich mich inzwischen sehr intensiv mit PicoMite und MMBasic. Bisher benötige ich zum Testen meiner Programme normalerweise einen PicoMite mit angeschlossenem Monitor und Tastatur.
Der PicoCalc vereint dagegen alles in einem einzigen kleinen Gerät:
PicoMite + Display + Tastatur + SD-Karte + Audio + Akku
Damit kann ich MMBasic-Programme praktisch überall ausprobieren, ohne erst einen kompletten Versuchsaufbau aufbauen zu müssen.
Genau deshalb habe ich mir den PicoCalc zugelegt. In den nächsten Tagen werde ich ausprobieren, wie gut sich das Gerät tatsächlich als mobiles MMBasic-Entwicklungs- und Testsystem eignet.
Ich bin schon sehr gespannt. 🙂







