Startseite

Willkommen auf mikrocontroller.bplaced.net, der Website  welche ursprünglich von meinem Bruder Uwe betrieben wurde.

Diese Seiten hier sollen Einsteigern in der Welt der Mikroprozessoren das Leben erleichtern und den Umgang mit der Programmiersprache “C” näherbringen.

Die Librarys vereinfachen das benutzen der Komponenten einer CPU und man hat so mehr Zeit sein eigentliches Projekt zu realisieren.

Leider hat er sich dazu entschieden, seinen Blog nicht weiter zu aktualisieren, was dazu führte, dass zunächst die Website nicht mehr erreichbar war, und danach der Webspace gelöscht wurde;(

Zu meinem bedauern, und wohl auch zum Bedauern seiner Fan-Gemeinde ist damit eine tolle Dokumentation zum Thema Mikrocontroller STM32 verloren gegangen.

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, sein Werk hier wieder online zu stellen.

Eine Historie der neuesten Aktivitäten findet ihr hier , und die aktuelle Sitemap gibt es hier.


LG, Manfred

PS: Bitte unterstützt mich dabei: Redakteure und Autoren gesucht, und wenn noch etwas hier fehlen sollte, dann tragt es in meiner ToDo Liste ein. Danke!


Wie hat Dir dieser Artikel gefallen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 4,90 von 5)
Loading...
Neueste Beiträge:

One ROM CLI – Bedinungsanleitung

One ROM – Arbeiten mit der CLI (Command Line Interface)

Neben Web-Interface und One ROM Studio gibt es noch eine dritte Möglichkeit, mit One ROM zu arbeiten: die Command Line Interface (CLI).

👉 Damit kannst du dein One ROM direkt über die Kommandozeile steuern – schnell, skriptbar und ohne GUI.


Was ist die One ROM CLI?

Die CLI ist ein Kommandozeilen-Tool zur Verwaltung deines One ROM:

👉 Typische Aufgaben:

  • Geräte finden
  • Firmware flashen
  • ROM-Inhalte lesen und schreiben
  • Debugging und Analyse

Start der CLI

Unter Windows startest du z. B.:

onerom.exe

👉 Dann bekommst du die Hilfeübersicht mit allen Befehlen.


Grundsyntax

onerom [OPTIONS] <COMMAND>

Verfügbare Commands

Hier die wichtigsten Befehle aus deiner CLI:


🔍 scan – Geräte finden

onerom scan

👉 Sucht nach angeschlossenen One ROM Geräten.


program – Firmware flashen

onerom program <image.bin>

👉 Schreibt ein Image auf das One ROM.


🔎 inspect – Gerät untersuchen

onerom inspect

👉 Zeigt Informationen zum angeschlossenen Gerät (read-only).


🎛️ control – temporäre Aktionen

onerom control [optionen]

👉 Führt temporäre Aktionen aus (z. B. Umschalten).


💾 update – dauerhafte Änderungen

onerom update [optionen]

👉 Speichert Änderungen dauerhaft im Gerät.


📖 peek – Daten lesen

onerom peek [adresse]

👉 Liest Daten aus dem aktuell laufenden ROM.


✏️ poke – Daten schreiben

onerom poke [adresse] [wert]

👉 Schreibt Daten ins laufende ROM.


🔁 reboot – Neustart

onerom reboot

👉 Startet das One ROM neu.


🏗️ firmware – Firmware verwalten

onerom firmware [optionen]

👉 Build, Analyse und Verwaltung von Firmware-Images.


🔌 plugin – Plugins anzeigen

onerom plugin

👉 Listet verfügbare Erweiterungen.


help – Hilfe

onerom help

👉 Zeigt Hilfe zu Commands.


Wichtige Optionen

Diese Optionen gelten global:


Gerät auswählen

-s, –serial <DEVICE>

👉 Auswahl über Seriennummer


USB-ID verwenden

-i, –vid-pid <VID:PID>

👉 Beispiel:

onerom –vid-pid 1234:abcd scan

Unbekannte Geräte zulassen

-u, –unrecognised

👉 Für neue oder nicht erkannte One ROMs


Automatisch bestätigen

-y, –yes

👉 Überspringt Rückfragen


Verbose-Ausgabe

-v, –verbose

👉 Mehr Details im Output


Log-Level

–log-level warn|info|debug|trace

👉 Für Debugging sehr hilfreich


Typischer Workflow

Ein realistischer Ablauf:

onerom scan
onerom inspect
onerom program image.bin

Zusammenspiel mit Web und Studio

👉 Die CLI ergänzt die anderen Tools perfekt:

  • Web → schnell testen
  • Studio → Projekte verwalten
  • CLI → automatisieren

💡 Typisch:

  1. Image im Studio erstellen
  2. mit CLI flashen
  3. im Gerät testen

Typische Fehler

❌ „No matching One ROM devices found“

  • USB nicht verbunden
  • falsches Kabel
  • Web-Interface noch offen

👉 Wichtig:
Nur ein Tool gleichzeitig darf auf das Gerät zugreifen


❌ Zugriff verweigert

  • unter Linux fehlende Rechte
  • falsches Gerät ausgewählt

❌ Flash schlägt fehl

  • falsches Image
  • Verbindung instabil

Tipps aus der Praxis

  • immer zuerst scan
  • inspect vor Änderungen nutzen
  • mit --verbose debuggen
  • kleine Schritte testen

Fazit

Die One ROM CLI ist das ideale Werkzeug für:

  • fortgeschrittene Anwender
  • Automatisierung
  • schnelle Workflows ohne GUI

👉 In Kombination mit Web und Studio ergibt sich ein sehr mächtiges Setup.


Ausblick

Mögliche nächste Themen:

  • automatisierte Flash-Skripte
  • Serienprogrammierung
  • Integration in Build-Systeme

TAGS: ,

Samstag, April 18th, 2026 Hardware Keine Kommentare

One ROM Studio – Bedienungsanleitung

One ROM – Arbeiten mit dem One ROM Studio

Neben dem Web-Interface gibt es noch ein zweites, sehr mächtiges Werkzeug: das One ROM Studio.

Während das Web-Tool perfekt für den schnellen Einstieg ist, richtet sich das Studio an alle, die komplexere Setups erstellen, speichern und wiederverwenden möchten.

👉 Das Projekt findest du hier: One ROM Studio


Was ist das One ROM Studio?

Das One ROM Studio ist eine eigenständige Anwendung zur Erstellung und Verwaltung von One-ROM-Images.

👉 Im Unterschied zum Web-Interface kannst du hier:

  • Projekte speichern
  • Konfigurationen versionieren
  • komplexe Multi-ROM-Setups erstellen
  • Images reproduzierbar erzeugen

Kurz gesagt:
Das Studio ist das Werkzeug für strukturierte und wiederholbare Arbeit.


Installation

Das One ROM Studio gibt es inzwischen als fertige Downloads für verschiedene Betriebssysteme.

👉 Unterstützt werden typischerweise:

  • Windows (x86 64-bit und ARM)
  • macOS
  • Linux (Ubuntu/Debian, x86 und ARM, z. B. Raspberry Pi)

Installation unter Windows

  • passende Version herunterladen
  • ggf. entpacken
  • Programm starten

👉 Keine zusätzliche Installation nötig.


Installation unter Linux / Raspberry Pi

  • ARM- oder x86-Version wählen
  • ausführbar machen (chmod +x)
  • starten

Installation unter macOS

  • herunterladen
  • ggf. Sicherheitsabfrage bestätigen
  • starten

💡 Tipp:
Die angebotenen SHA256-Prüfsummen helfen dir, die Datei zu verifizieren.


Wichtiger Workflow: Web und Studio kombinieren

👉 Ein großer Vorteil von One ROM:

Images aus dem Web-Interface können im Studio weiterverwendet werden – und umgekehrt.

Das bedeutet konkret:

  • Im Web schnell ein funktionierendes Setup erstellen
  • Image exportieren
  • im Studio weiter bearbeiten, dokumentieren oder erweitern

👉 Perfekter Einstieg:

  1. Im Browser testen
  2. funktionierendes Image exportieren
  3. im Studio als Projekt weiterführen

Grundprinzip im Studio

Im Studio arbeitest du projektbasiert statt klickbasiert:
  • ROM-Dateien werden organisiert
  • Konfigurationen gespeichert
  • daraus wird ein Image erzeugt

👉 Vorteil: Alles bleibt nachvollziehbar und wiederholbar.


Aufbau eines Projekts

Ein typisches Studio-Projekt besteht aus:

📁 ROM-Dateien

Hier liegen deine:

  • Kernal-ROMs
  • Basic-ROMs
  • Character-ROMs
  • ggf. weitere Images

⚙️ Konfiguration

Hier definierst du:

  • ROM-Slots
  • Zuordnung der Dateien
  • Hardware-Parameter
  • Umschaltlogik

👉 Das entspricht den Einstellungen im Web-Interface – nur dauerhaft gespeichert.


🏗️ Build / Image

Am Ende erzeugt das Studio:

  • ein fertiges One-ROM-Image
  • das du direkt im Web-Interface flashen kannst

Beispiel: C64 Multi-ROM Setup

Nehmen wir das bekannte Setup:

  • Original-ROM
  • JiffyDOS
  • Diagnose-ROM

Im Studio würdest du:

  • mehrere Sets definieren
  • jeweils ROM-Dateien zuweisen
  • Umschaltung konfigurieren

👉 Der Vorteil:
Das komplette Setup ist jederzeit reproduzierbar.


Typischer Workflow

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  1. Studio starten
  2. neues Projekt anlegen
  3. ROM-Dateien hinzufügen
  4. Konfiguration erstellen
  5. Image bauen
  6. im Web-Interface flashen

👉 Das Studio ergänzt das Web-Tool – es ersetzt es nicht.


Vorteile gegenüber dem Web-Interface

Das Studio spielt seine Stärken besonders hier aus:

  • 📄 Konfigurationen sind speicherbar
  • 🔁 Builds reproduzierbar
  • 🧩 komplexe Setups übersichtlicher
  • ⚡ Automatisierung möglich

Typische Einsatzfälle

  • Entwicklung eigener ROMs
  • mehrere Projekte verwalten
  • komplexe Mapping-Setups
  • Austausch von Konfigurationen

Tipps für den Einstieg

  • zuerst mit einem einfachen Setup starten
  • funktionierende Web-Konfiguration übernehmen
  • Schritt für Schritt erweitern
  • Projekte sauber benennen und speichern

👉 Besonders hilfreich:
Ein funktionierendes Web-Image als Ausgangspunkt nutzen.


Häufige Fehler

❌ Image funktioniert nicht

  • falsche ROM-Zuordnung
  • falsche Größen

❌ Build schlägt fehl

  • fehlende Dateien
  • falsche Pfade

❌ Verhalten anders als im Web

  • Konfiguration nicht identisch
  • Mapping unterschiedlich

Fazit

Das One ROM Studio ist die ideale Ergänzung zum Web-Interface:

  • mehr Kontrolle
  • bessere Struktur
  • reproduzierbare Ergebnisse

👉 Die Kombination aus beiden Tools ist besonders stark:

  • Web → schnell testen
  • Studio → sauber aufbauen und verwalten

Ausblick

Mögliche nächste Themen:

  • fertiges Beispielprojekt zum Download
  • automatisierte Builds
  • komplexe Multi-ROM-Setups
Samstag, April 18th, 2026 Allgemein Keine Kommentare

One ROM – Praxisbeispiel: C64 Setup mit JiffyDOS

One ROM – C64 Setup mit Original, JiffyDOS und Diagnose-ROM

Im letzten Beitrag haben wir ein fertiges Setup (set-c64) verwendet.
Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und bauen uns ein eigenes Multi-ROM-Setup.

👉 Ziel:

  • Original C64-ROM
  • JiffyDOS
  • Dead Test Diagnose-ROM
  • Umschaltbar per Hardware

Alles in einem einzigen One ROM.


Warum dieses Setup sinnvoll ist

Dieses Setup deckt praktisch alle Anwendungsfälle ab:

  • 🟢 Original-ROM → maximale Kompatibilität
  • JiffyDOS → deutlich schnelleres Laden
  • 🧪 Diagnose-ROM → Fehlersuche

👉 Früher hätte man dafür mehrere EPROMs gebraucht.


Vorbereitung der ROM-Dateien

https://images.openai.com/static-rsc-4/LJYXRJfjz_7H-sL8i9ZFxm9Jxl-M8d2Q285a2I7LnEbrcm_H8-CEjNm0-i38Rj8l6NCR6eXZwJOQmOHCODoOrDWR54OlkReby0iMxXWFzODnkV8_-MH9yG16VqOeSvO0NQ_x4GsN9VKKH-JJsikHV-zGwzrJ9V0s4bgFtH23c1hA98pc6zWZu2CcrJ6dW3r1?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/kkhzVeFRLtwvj9abxRdbRYhJUy8qwiDKXtJXN0zug6q1NEcMw5lYUqF-zPVnk2zlaqUO1GXS-TMgk7O1-K6KRlGBsDiV3exSErgvKKBYnKIccWUyb_5370rjkgy6SZ2pjRbsUX4kz_EHaD1LSqm4GHyep5BO520JlBj0qee8ILCUT2ZH5mB3DRUOeLRTtpJN?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/gnAfVYGLWv6wwI4hrFka4UDwftEcKwsNse9ChwNKxjCETBxvOFql-Y2IQCXGiG0jKL1yWzVqr9UGZDNaezeeFXqQIkMJknGAouJeDVULhwcnwJQClScgGWNtctDTFVDspllfKE7_Gk0yO70KOFa7Bt0STXXIFzdeqZmdSfKGWN_fzfvkT1f6-SOwvQjozN96?purpose=fullsize
7

Du brauchst folgende Dateien:

1. Original-ROMs

  • Kernal (901227-03)
  • Basic (901226-01)
  • Character (901225-01)

2. JiffyDOS Kernal

  • Ersatz für das Kernal-ROM
  • gleiche Größe wie Original

👉 Wichtig: JiffyDOS ersetzt nur das Kernal-ROM, nicht Basic oder Character.


3. Dead Test ROM

  • Diagnose-Kernal (781220)
  • wird ebenfalls im Kernal-Slot verwendet

Aufbau der Custom-Konfiguration

Jetzt bauen wir unser eigenes Image im Web-Interface:

👉 https://onerom.org/web/


Schritt 1: Custom Image auswählen

  • Verbinden
  • „Custom Image“ öffnen

Schritt 2: ROM-Sets definieren

https://images.openai.com/static-rsc-4/ZFGqmVxTDP3HhoJL8fzE0l_YGMRi3mgRWrEYwhUwUV4CqcqTxxrSdu1aoyKxhQCpU09EqdDZj7BfoTPTsG7PQdJqBP2TEw_pWjWJqniscVHghGkoXxswJCdmXgN9QvdClnz2yz78auvRUgENDDp8qoMy9gLw-JpN3bzirEsNIXG4J-mLnAoFqNqRnAI_brfh?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/QeUW5CZoA9m0NQZwpPRJZDC_dQYroOvv-wwns5wMfwTPl9hKPuCjTkSNuNTTYhVIFj-vuc6te14FPmRmqGKzCvlbk9PMcYQeanngj2Ar1WEwCliTK0wsLEcOtf3-As-brvuISHpuN7iN1jfINZ8b5w8h8edb5yNt8KwGx17SjxW4441e9gsRnuHkXIA27cQM?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/qQa-a1BQWRqFkoSYKpwnq6taLRoeNUlriVMNKhaZLtrqn0d-rN3_-uFV17Z7KmWzll1hhHzdgxKq8R7O0Zs-TaH6eAUJn3SgWlshqP-IXfK3gdLaeTSWIYBCnHD5--DEnqQ1qxoDJ3GF7F2YrTIkKFUf9Iozqx88GCPBZcvMBYdkzSzGkXeM_8lNBZJndSgq?purpose=fullsize
7

Jetzt legst du drei Sets an:


🧩 Set 0 – Original

  • Kernal: 901227-03
  • Basic: 901226-01
  • Character: 901225-01

👉 Das ist dein „Fallback“


⚡ Set 1 – JiffyDOS

  • Kernal: JiffyDOS
  • Basic: unverändert
  • Character: unverändert

👉 Ergebnis: schnelleres Laden bei voller Kompatibilität


🧪 Set 2 – Diagnose

  • Kernal: Dead Test 781220
  • Character: 901225-01

👉 Basic wird hier meist nicht benötigt


Mapping und Umschaltung

Die Umschaltung erfolgt wie beim vorherigen Artikel:

👉 über die Image Select Pins

Typische Belegung:

  • 00 → Set 0 (Original)
  • 01 → Set 1 (JiffyDOS)
  • 10 → Set 2 (Diagnose)

💡 Das kannst du z. B. mit einem kleinen DIP-Schalter realisieren.


Flashen des Custom Images

  • „Program“ klicken
  • warten bis fertig

👉 Danach ist alles im One ROM gespeichert.


Einbau im C64

https://images.openai.com/static-rsc-4/vgTX2M5etB-rlsjzL74N3G3Q1pp7eh8u0rrMYL0x2QoFmPX9bcH76-ZDMVz8Utpu1Ycdze5jpzdoyxH4wGHB-frBRzNhJ6MHW8b-CYv4ZLo9Y72YT73kgS_-dqYCAht_BPfXd3smE7qF7GNhvjSyJTYEWJWUzx92mjYNX3uEo0Wdo8R9KU2pSnqi6abzEVP7?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/DaPuWTh2_RKSMms-bog4VQcsrKmPqnSxHYRJAavlQYa2dvlsQlvgvW6JK2uVjUnOZwADf79023fffgMicttbYrjWa-JV2Icr2Tgk2MsLooomByR1QUKpRKTdvvRopepkG-wvYEnS8DnGLpYNejCWpOtxjBkmTBfgoqlpSTElyrmhU1FdY4OEK8dURdtmgSxB?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/cA7h_wx4qKoLeFBvsuFlRcNhVYxd7CJhUQGyPexAVrI08N86v2KZZ-pHvfg7En4fNWM5Jne7HOBlh7QOWEe6Cbe24iOkFea45_30vSIcAwRVJwvct9UQ5hsF1e6RxpUmxNVtVHAgOg94BuojEpICaS2ANUicTAv1Zv1nW3pEKLUjDtFO67o3XFMbMLMnmRx_?purpose=fullsize
7

Wie im vorherigen Artikel:

  • One ROM in den Kernal-Sockel
  • Verbindungen herstellen:
    • Basic CS → X1
    • Character CS → X2

Optional:

  • DIP-Schalter für Umschaltung einbauen

Test der drei Modi

Nach dem Einschalten kannst du direkt testen:

🟢 Original

  • normales BASIC-Startbild

⚡ JiffyDOS

  • schneller Start
  • neue DOS-Befehle

🧪 Diagnose

  • Dead Test startet sofort
  • ideal bei defekten Geräten

Typische Stolperfallen

❌ JiffyDOS funktioniert nicht

  • falsches ROM geladen
  • Größe stimmt nicht

❌ Kein Unterschied zwischen Sets

  • Umschaltung falsch verdrahtet

❌ System startet nicht

  • falsches Mapping
  • Leitungen vertauscht

Erweiterungsmöglichkeiten

Wenn du Blut geleckt hast 😄:

  • weitere Kernal-ROMs hinzufügen
  • mehr als 3 Sets nutzen
  • externe Umschalter einbauen
  • automatische Umschaltung per Logik

Erfahrung aus der Praxis

Dieses Setup ist mein persönlicher Favorit:

👉 90 % aller Fälle sind damit abgedeckt

  • Alltag → JiffyDOS
  • Kompatibilität → Original
  • Reparatur → Diagnose

Und alles ohne Umbau.


Fazit

Mit einem Custom Image holst du das Maximum aus One ROM heraus:

  • mehrere ROMs in einem Chip
  • flexibel umschaltbar
  • perfekt für Entwicklung und Reparatur

👉 Gerade beim C64 ein echter Gamechanger.


Ausblick

Mögliche nächste Themen:

  • Bank-Switching mit mehr als 4 ROMs
  • Timing-Probleme und Lösungen
  • Einsatz in anderen Systemen (z. B. Amiga, Arcade)
Samstag, April 18th, 2026 Allgemein Keine Kommentare

One ROM – Praxisbeispiel: Pre-built image: set-c64

One ROM – Praxis: Einsatz im Commodore C64 mit „set-c64“

In den letzten Artikeln ging es um Grundlagen und Custom Images.
Diesmal wird es richtig konkret: Wir setzen ein One ROM direkt in einem Commodore 64 ein – mit einer fertigen Konfiguration aus dem Web-Interface.

👉 Ziel: Mehrere originale ROMs + Dead Test in einem einzigen Baustein


Ausgangssituation beim C64

Der C64 nutzt gleich mehrere ROMs:

  • Kernal-ROM
  • Basic-ROM
  • Character-ROM

Normalerweise sind das einzelne Chips – oder EPROM-Ersatzlösungen.

👉 Mit One ROM kannst du alle gleichzeitig ersetzen.


Verwendete Konfiguration

Wir nutzen genau das Setup aus dem Screenshot:

  • Model: Fire
  • PCB Revision: Fire 24 E
  • MCU Variant: RP2350
  • Firmware: v0.6.8
  • ROM Config: set-c64

Diese Konfiguration bringt bereits alles mit, was wir brauchen.


Was steckt in „set-c64“?

Das Image enthält mehrere komplette ROM-Sets:

🧩 Set 0 (Standard)

  • Kernal ROM 901227-03
  • Basic ROM 901226-01
  • Character ROM 901225-01

👉 Das entspricht einem normalen C64


🧪 Set 1 (Diagnose)

  • Dead Test Kernel 781220
  • Character ROM

👉 Perfekt für Fehlersuche – startet auch ohne funktionierenden RAM


🔀 Set 2 (Alternative Kombination)

  • Kernel + Basic Varianten

👉 Für Experimente oder Modifikationen


Einbau im C64

https://images.openai.com/static-rsc-4/kVbgU29SwucCDMncIcK6RrJHBRi06GuGtnLbPC66cYMef40DShPwJtITMBWnN1KMsJfbTf53klr2BGQWGZEd7PWAaI-m7kskh64KliLz92-9vyC56lCBDffEkolqo_rNvNRIX2_PztfEgeeXjN7uqRGwoDewzHpuRg4iDr5t63L960Wx2px4uW-l2CCttH0O?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/r4QRbslwOahk-iCeJWNjVmDMAYyLw9KabYWZKMsQLxqvoC8KB9P9qAcC7CiPhVezlpG93QLJlvfQVooXIaqa4nQXGCcA7iABZ78Yi-elywlwU9VFiLcZuCGzYn7wSmgPDRCsAhGh2Nwhx4qqXMVFnzTJBEXRQMnAzjauT1aK6ltOc-8qcOE5P_J6ANVm4WMc?purpose=fullsize
https://images.openai.com/static-rsc-4/cA7h_wx4qKoLeFBvsuFlRcNhVYxd7CJhUQGyPexAVrI08N86v2KZZ-pHvfg7En4fNWM5Jne7HOBlh7QOWEe6Cbe24iOkFea45_30vSIcAwRVJwvct9UQ5hsF1e6RxpUmxNVtVHAgOg94BuojEpICaS2ANUicTAv1Zv1nW3pEKLUjDtFO67o3XFMbMLMnmRx_?purpose=fullsize
6

👉 Wichtig: Das One ROM wird im Kernal-Sockel eingesetzt.

Verkabelung (laut Image-Anleitung)

Zusätzlich musst du zwei Verbindungen herstellen:

  • Basic ROM CS (Pin 20) → SDRR Pin X1
  • Character ROM CS1 (Pin 20) → SDRR Pin X2

👉 Hintergrund:
Das One ROM übernimmt alle drei ROMs und muss wissen, wann welches aktiv ist.


Besonderheit beim Character-ROM

Im Screenshot steht:

Character ROM CS2 is set to ‘ignore’

👉 Das liegt daran, dass diese Leitung im C64 fest auf +5V liegt.
Daher ist sie immer aktiv und muss nicht extra angeschlossen werden.


Umschalten zwischen den ROM-Sets

Jetzt kommt der spannende Teil:

👉 Die Auswahl erfolgt über die SDRR Image Select Jumper

  • 0 (alle offen) → Set 0 (Standard)
  • andere Kombinationen → Set 1 / Set 2

💡 Tipp:
Wenn du einen Schalter statt Jumper verwendest, kannst du bequem zwischen den Sets wechseln.


Flashen des Images

Das ist der einfachste Teil:

  1. https://onerom.org/web/ öffnen
  2. Verbindung herstellen
  3. „Pre-built Image“ auswählen
  4. set-c64 wählen
  5. Program klicken

👉 Fertig – dauert nur wenige Sekunden.


Test im Betrieb

Nach dem Einbau:

  • Gerät einschalten
  • je nach Jumper-Stellung startet:
    • normales BASIC
    • oder Dead Test

👉 Gerade der Dead Test ist extrem hilfreich bei defekten Geräten.


Typische Fehler beim C64-Setup

❌ Schwarzer Bildschirm

  • falsche Verkabelung der CS-Leitungen
  • One ROM falsch herum eingesetzt

❌ Nur ein ROM funktioniert

  • X1 / X2 nicht korrekt verbunden

❌ Umschaltung ohne Wirkung

  • Jumper falsch gesetzt
  • kein definierter Pegel

Warum dieses Setup so gut ist

Gerade beim C64 bringt One ROM enorme Vorteile:

  • ersetzt 3 ROM-Chips gleichzeitig
  • integrierter Dead-Test
  • kein EPROM-Brennen mehr
  • schnelles Umschalten

👉 Besonders für Reparaturen ein riesiger Gewinn.


Erfahrung aus der Praxis

Wenn man einmal so ein Setup hat, will man nicht mehr zurück:

  • Kein ständiges Chip-Wechseln
  • Kein Brenner notwendig
  • Sofort verschiedene Konfigurationen testbar

Gerade bei Fehlersuche spart das richtig Zeit.


Fazit

Das set-c64 Image ist der perfekte Einstieg für den Einsatz im C64:

  • sofort einsatzbereit
  • durchdacht vorkonfiguriert
  • extrem praktisch im Alltag

👉 Für mich aktuell die eleganteste Lösung, um mehrere C64-ROMs in einem System zu vereinen.


Ausblick

Mögliche nächste Schritte:

  • eigene Kernal-ROMs einbauen (z. B. JiffyDOS)
  • noch mehr ROM-Sets hinzufügen
  • Umschaltung über externe Schalter erweitern
Samstag, April 18th, 2026 Allgemein Keine Kommentare

One ROM – Praxisbeispiel: Zwei Firmware-Versionen

One ROM – Praxisbeispiel: Zwei Firmware-Versionen in einem Retro-System

Nach den bisherigen Grundlagen und den Custom Images schauen wir uns diesmal ein konkretes Beispiel aus der Praxis an.

👉 Ziel: Zwei unterschiedliche ROM-Inhalte in einem Gerät nutzen – umschaltbar per Hardware

Das ist einer der Fälle, in denen One ROM seine Stärken voll ausspielt.


Ausgangssituation

Viele Retro-Systeme (z. B. alte Computer, Steuerungen oder Spielekonsolen) arbeiten mit fest verbauten ROMs.

Typische Probleme:

  • Original-ROM ist schwer zu bekommen
  • EPROMs müssen gebrannt werden
  • mehrere Versionen lassen sich nur umständlich testen

👉 Genau hier kommt One ROM ins Spiel.


Ziel des Projekts

In diesem Beispiel wollen wir:

  • Original-Firmware behalten
  • modifizierte Firmware testen
  • zwischen beiden Versionen umschalten können

Und das Ganze ohne EPROM-Brenner.


Benötigte Hardware

  • One ROM (Fire oder Ice – je nach Aufbau)
  • Zielsystem mit gesockeltem ROM
  • optional: Jumper oder Schalter für Umschaltung

Vorbereitung der ROM-Dateien

Du brauchst zwei Dateien:
  1. Original-ROM
    → ausgelesen oder aus dem Netz
  2. Modifiziertes ROM
    → gepatcht / angepasst

Wichtig:

  • beide müssen die gleiche Größe haben
  • typischerweise .bin-Dateien

👉 Falls die Größe nicht passt, kannst du sie mit Tools einfach anpassen (padding).


Custom Image erstellen

Jetzt geht’s ins Web-Interface: https://onerom.org/web/

Schritt 1: Verbinden

  • One ROM anschließen
  • „Connect“ klicken

Schritt 2: Custom Image auswählen

Im Bereich Programming → Custom Image wechseln.


Schritt 3: ROM-Slots belegen

Jetzt legst du zwei Slots an:
  • Slot 0 → Original-ROM
  • Slot 1 → modifiziertes ROM

Beide bekommen:

  • gleiche Größe
  • gleiche Adresszuordnung

Schritt 4: Umschaltung konfigurieren

Jetzt kommt der spannende Teil.

Du definierst, wie zwischen den ROMs gewechselt wird:

  • über einen GPIO-Pin
  • oder eine Steuerleitung (z. B. Axx / CS)

👉 Einfachste Variante:
Ein Pin wird als „Select“ verwendet:

  • LOW → Slot 0
  • HIGH → Slot 1

Schritt 5: Flashen

  • „Program“ klicken
  • warten, bis „Erasing“ und „Programming“ durch sind

👉 Fertig.


Einbau ins Zielsystem

Jetzt wird das One ROM wie ein normales ROM eingesetzt:

  • in den Sockel stecken
  • auf richtige Ausrichtung achten (!)

Falls du einen Umschalter nutzt:

  • Schalter zwischen GND und Signalpin
  • ggf. Pull-Up/Pull-Down beachten

Testlauf

Beim Einschalten kannst du jetzt testen:

  • Stellung 1 → Original-Firmware
  • Stellung 2 → modifizierte Version

👉 Das Umschalten funktioniert je nach System sogar im laufenden Betrieb – aber vorsichtig testen!


Typische Anwendungen

Dieses Setup ist extrem vielseitig:

  • Debug vs. Release-Firmware
  • verschiedene Software-Versionen
  • Sprachversionen
  • Test- und Experimentierumgebungen

Häufige Fehler

❌ System startet nicht

  • falscher ROM-Typ eingestellt
  • Adressleitungen passen nicht

❌ falsche Inhalte

  • ROM falsch zugeordnet
  • Image nicht korrekt erstellt

❌ Umschaltung funktioniert nicht

  • falscher Pin gewählt
  • kein sauberer Pegel

👉 Tipp: Erst mit nur einem ROM testen, dann erweitern.


Erfahrung aus der Praxis

Gerade beim Experimentieren ist das ein riesiger Vorteil:

Früher:

  • EPROM brennen
  • einsetzen
  • testen
  • wieder rausnehmen
  • EPROM mit UV-Löschgerät löschen

Heute:

  • im Browser klicken
  • flashen
  • fertig

👉 Das spart enorm Zeit – und schont die Hardware.


Fazit

Dieses Beispiel zeigt sehr gut, warum One ROM so interessant ist:

  • ersetzt mehrere EPROMs gleichzeitig
  • ermöglicht schnelles Testen
  • reduziert Hardware-Aufwand

Und das alles mit einem kleinen Board und einem Browser.


Ausblick

Mögliche nächste Themen:

  • Mehr als zwei ROMs (Bank-Switching)
  • komplexe Mapping-Strategien
  • Timing-Probleme und Lösungen
  • konkrete Systeme (z. B. C64, Arcade-Boards, etc.)
Samstag, April 18th, 2026 Allgemein Keine Kommentare

One ROM Web – Custom Images

One ROM – Arbeiten mit Custom Images

Im letzten Beitrag ging es um das Web-Interface und die grundlegende Bedienung.
Diesmal schauen wir uns eine der spannendsten Funktionen von One ROM an: Custom Images.

Denn damit wird aus dem kleinen Board erst so richtig ein universeller ROM-Ersatz.


Was sind „Custom Images“?

Mit Custom Images kannst du dein One ROM genau an deine Anwendung anpassen:

  • eigene ROM-Daten verwenden
  • mehrere ROMs kombinieren
  • verschiedene Chip-Typen emulieren
  • Speicheraufteilung frei definieren

Kurz gesagt: Du baust dir dein eigenes „virtuelles EPROM“.


Einstieg über das Web-Interface

Der Einstieg ist einfach:
  1. https://onerom.org/web/ öffnen
  2. Verbindung herstellen
  3. Im Bereich „Programming“ → „Custom Image“ wechseln

Dort kannst du dein eigenes Image zusammenstellen.


Aufbau eines Custom Images

Ein Custom Image besteht im Prinzip aus mehreren Bausteinen:

🧩 ROM-Slots

Hier legst du fest:

  • welche ROM-Datei geladen wird
  • wie groß sie ist
  • an welcher Adresse sie liegt

Je nach Konfiguration kannst du mehrere ROMs gleichzeitig nutzen.


⚙️ Hardware-Konfiguration

Wichtige Einstellungen sind zum Beispiel:

  • ROM-Typ (z. B. EPROM, Mask ROM)
  • Adressbreite
  • Datenbreite
  • Chip-Select-Verhalten

Das klingt erstmal komplex – ist aber meist schnell verstanden, wenn man das Zielsystem kennt.


🔀 Mapping / Umschaltung

Eine der stärksten Funktionen von One ROM:

👉 Mehrere ROMs können über Steuerleitungen umgeschaltet werden

Das ist z. B. interessant für:

  • verschiedene Firmware-Versionen
  • mehrere Betriebssysteme
  • Debug-Varianten

Typischer Anwendungsfall

Schauen wir uns ein konkretes Beispiel an.

Beispiel: Zwei ROMs in einem Gerät

Du möchtest:

  • Original-Firmware behalten
  • modifizierte Version testen

Dann kannst du:

  1. zwei ROM-Dateien laden
  2. beiden Slots zuweisen
  3. Umschaltung konfigurieren

👉 Ergebnis: Per Jumper oder Signal kannst du zwischen beiden Versionen wechseln.


Eigene ROM-Dateien verwenden

Custom Images leben davon, dass du eigene Daten einbringst.

Typische Quellen:

  • ausgelesene EPROMs
  • BIN-Dateien aus Projekten
  • Firmware-Images aus dem Netz

Wichtig ist:

  • richtige Größe
  • korrektes Format (meist BIN)

Falls das ROM kleiner ist als erwartet, wird es in der Regel automatisch aufgefüllt.


Grenzen und Besonderheiten

Ein paar Dinge solltest du im Hinterkopf behalten:

  • Maximale Gesamtgröße ist durch den Flash begrenzt
  • Timing muss zum Zielsystem passen
  • nicht jede exotische ROM-Logik lässt sich 1:1 abbilden

👉 In der Praxis funktioniert aber erstaunlich viel „out of the box“.


Wann lohnt sich Custom Image wirklich?

Custom Images sind besonders sinnvoll, wenn du:

  • mehrere ROMs ersetzen willst
  • viel experimentierst
  • eigene Firmware entwickelst
  • seltene oder schwer beschaffbare ROMs nutzt

Für einfache Fälle reicht oft ein fertiges Image – aber sobald es individueller wird, führt kein Weg daran vorbei.


Alternative: Vorbereitung am PC

Für komplexere Projekte kann es sinnvoll sein, das Image außerhalb des Browsers vorzubereiten.

Das offizielle Projekt auf one-rom GitHub repository bietet dafür:

  • Tools
  • Beispiele
  • weiterführende Dokumentation

Damit kannst du sehr gezielt und reproduzierbar arbeiten.


Tipps aus der Praxis

  • Erst mit kleinen Konfigurationen anfangen
  • Schritt für Schritt erweitern
  • immer testen, bevor du komplex wirst

Und ganz wichtig:

👉 Funktionierende Konfigurationen abspeichern!


Fazit

Custom Images sind der Punkt, an dem One ROM richtig mächtig wird:

  • maximale Flexibilität
  • individuelle Anpassung
  • viele Einsatzmöglichkeiten

Am Anfang wirkt es etwas komplex – aber nach den ersten Versuchen wird schnell klar, wie viel damit möglich ist.


Ausblick

In einem der nächsten Beiträge könnten wir uns anschauen:

  • Multi-ROM-Umschaltung im Detail
  • Timing und Kompatibilität
  • Einsatz in konkreten Retro-Systemen
Samstag, April 18th, 2026 Allgemein Keine Kommentare

One ROM Web – Bedinungsanleitung

One ROM – Bedienungsanleitung für das Web-Interface

Nachdem wir uns im letzten Beitrag mit den ersten Schritten beschäftigt haben, geht es diesmal um das wohl wichtigste Werkzeug im Alltag mit One ROM: das Web-Interface.

Mit dem Browser-Tool kannst du dein One ROM komplett ohne zusätzliche Software programmieren – direkt über USB. Genau das macht das Projekt so angenehm im Handling.

👉 Das Web-Interface findest du hier: https://onerom.org/web/


Was ist One ROM Web überhaupt?

One ROM Web ist ein browserbasiertes Tool, mit dem du dein One ROM direkt programmieren kannst – egal ob unter Windows, Linux, macOS oder sogar Android.

Das Ganze basiert auf WebUSB/WebSerial-Technik und läuft komplett im Browser. Ein externer Programmer ist nicht notwendig – das One ROM meldet sich einfach als USB-Gerät.

👉 Für die meisten Anwender ist das laut Projekt sogar der empfohlene Weg.


Voraussetzungen

Bevor du loslegst, solltest du ein paar Dinge beachten:

  • Chromium-basierter Browser (Chrome, Edge, etc.)
  • One ROM per USB angeschlossen
  • ggf. unter Linux: udev-Regeln setzen

⚠️ Wichtig: Firefox oder Safari funktionieren nicht, da die benötigte WebUSB-Technik dort fehlt.


Verbindung zum One ROM herstellen

Der Verbindungsaufbau ist erfreulich simpel:
  1. One ROM per USB anschließen
  2. Webseite öffnen
  3. Auf „Connect“ klicken
  4. Gerät auswählen (z. B. „One ROM“ oder „RP2350 Boot“)
  5. Verbindung bestätigen

Danach liest das Tool automatisch die Firmware aus und zeigt erste Informationen an.


Überblick über die Oberfläche

Die Oberfläche ist in mehrere Bereiche aufgeteilt:

🔍 Device Information

Hier siehst du:

  • Firmware-Version
  • verwendeter Mikrocontroller
  • PCB-Revision
  • aktuell gespeicherte ROMs

Das ist besonders praktisch, um schnell zu prüfen, ob alles korrekt erkannt wurde und es können sogar noch weitere Details eingeblendet werden:


⚙️ Programming

Hier passiert die eigentliche Magie. Du hast mehrere Möglichkeiten:

  • Pre-built Image
    → fertige ROM-Sets auswählen
  • Custom Image
    → eigene Konfiguration erstellen
  • Local Image
    → Firmware-Datei vom eigenen Rechner laden
  • URL Image
    → Firmware direkt aus dem Internet flashen

Damit bist du extrem flexibel – vom schnellen Test bis zur komplexen Multi-ROM-Konfiguration.


🧩 Device & ROM Configuration

Hier stellst du Details ein wie:

  • Modell (Fire / Ice)
  • MCU-Variante
  • ROM-Typ
  • Chip-Select-Logik

Gerade letzteres ist wichtig, weil One ROM unterschiedlichste ROM-Typen emulieren kann – von klassischen EPROMs bis zu maskenprogrammierten ROMs.


Typischer Ablauf: One ROM programmieren

Jetzt wird’s praktisch.

Beispiel: Firmware flashen

  1. Verbindung herstellen
  2. „Pre-built“ oder „Local Image“ auswählen
  3. passende Konfiguration wählen
  4. „Program“ klicken

Danach läuft alles automatisch:

  • „Erasing“ (Löschen)
  • „Programming“ (Flashen)

👉 Das Ganze dauert in der Regel nur wenige Sekunden.


ROM-Images verwenden

One ROM kann mehrere ROMs gleichzeitig speichern und sogar dynamisch umschalten.

Im Web-Interface kannst du:

  • fertige ROM-Sammlungen nutzen
  • eigene Images hochladen
  • Konfigurationen anpassen

Für komplexere Setups lohnt sich später ein Blick auf:

One ROM Studio oder das GitHub-Projekt one-rom GitHub repository


Häufige Probleme

❌ Gerät wird nicht erkannt

  • falscher Browser
  • USB-Zugriff nicht bestätigt

❌ Verbindung bricht ab

  • Kabel / USB-Port prüfen
  • neu verbinden

❌ Flashen funktioniert nicht

  • falsche MCU-Variante gewählt
  • falsches Image

👉 Tipp: Im Zweifel einfach nochmal neu verbinden – das löst erstaunlich viele Probleme.


Fazit

Gerade für Einsteiger ist das Web-Interface ein echter Gamechanger:
Kein Gefrickel mit Tools, kein extra Programmer – einfach Browser auf, klicken, fertig.

Das Web-Interface macht One ROM extrem zugänglich:

  • keine Zusatzsoftware notwendig
  • plattformunabhängig
  • schnell und unkompliziert

Für die meisten Anwendungen ist das völlig ausreichend – und genau deshalb auch der empfohlene Einstieg.


Ausblick

In einem der nächsten Beiträge schauen wir uns an:

  • eigene ROM-Konfigurationen
  • Multi-ROM-Setups
  • fortgeschrittene Nutzung mit CLI oder Studio

TAGS: ,

Samstag, April 18th, 2026 Hardware Keine Kommentare

One ROM – Erste Schritte

Installation

Installieren Sie One ROM immer in der richtigen Ausrichtung. Pin 1 ist auf der Platine deutlich mit einem weißen L (Ecke) markiert. Der USB-Anschluss befindet sich immer gegenüber von Pin 1.

⚠️ Eine fehlerhafte Installation kann Ihre One ROM, Ihr Retro-System oder beides beschädigen.

Programmieroptionen

One ROM-Speicher ist entweder leer oder mit einem bestimmten Satz von ROM-Images vorprogrammiert. Sie müssen ihn vor der Verwendung mit den gewünschten ROM-Images programmieren.

Ihre Optionen sind:

  • One ROM Web
    Eine webbasierte Anwendung, die in Chrome-basierten Browsern unter Windows, macOS, Linux und Android funktioniert. Dies ist die beste Option für die meisten Nutzer.
  • One ROM CLI
    Eine Kommandozeilenanwendung für Windows, macOS und Linux.
    Ermöglicht komplexere Anwendungsfälle wie das Programmieren mehrerer ROMs in ein einzelnes One-ROM.
  • One ROM Studio
    Eine native Desktop-Anwendung für Windows, macOS und Linux.
    Für fortgeschrittene Anwender konzipiert.

One ROM-Hardware

Bei der Sammelbestellung im VzEkC e. V. Forum haben wir das Model One ROM Fire in der 24poligen und 28poligen Version bestellt, jeweils mit USB-C Stecker und Raspberry Pi RP2350 Mikrocontroller (RP2354A0A4).

  • 24-polig (Fire 24 Rev E)
    Emuliert maskenprogrammierte ROMs vom Typ 2316, 2332 und 2364 sowie EPROMs vom Typ 2716 und 2732. Unterstützt nun auch die Emulation von SRAM vom Typ 2016/6116.
  • 28-polig (Fire 28 Rev A3 )
    Emuliert maskenprogrammierte ROMs vom Typ 23128, 23256, 23512 und 231024 sowie EPROMs vom Typ 2764, 27128, 27256 und 27512.

USB-Programmierung

Beim ersten Programmieren eines One ROM über USB sind möglicherweise einige Einstellungen an Ihrem Computer erforderlich:

  • Windows: Erfordert keine spezielle Einrichtung.
  • macOS: Erfordert keine spezielle Einrichtung.
  • Linux: Wenn Sie One ROM Studio oder One ROM CLI verwenden, ist keine zusätzliche Einrichtung erforderlich.
    Bei Verwendung von One ROM Web müssen Sie möglicherweise eine udev-Regel einrichten, um den Zugriff auf das One ROM-Gerät zu ermöglichen. Gegebenenfalls müssen Sie Ihrem Browser auch den Zugriff auf USB-Geräte erlauben. Weitere Informationen finden Sie hier .
  • Android: Es ist keine spezielle Einrichtung erforderlich, allerdings müssen Sie einen Chrome-basierten Browser und ein USB-OTG-Adapterkabel verwenden, um das One ROM-Gerät mit Ihrem Android-Gerät zu verbinden.

ROM-Images

Ein ROM kann mit einer Sammlung verschiedener Arten von ROM-Images programmiert werden.

One ROM Web ermöglicht es Ihnen, aus einer kuratierten Sammlung beliebter ROM-Images für verschiedene Retro-Systeme auszuwählen und auch Ihr eigenes ROM-Image hochzuladen.

Neben diesen vordefinierten Sammlungen ermöglicht One ROM Studio das Erstellen eigener Sammlungen und deren Programmierung für One ROM mithilfe einer JSON-Konfigurationsdatei. Siehe diese Beispielkonfiguration .


Images auswählen

One ROM bietet flexible und leistungsstarke Optionen zur Auswahl zwischen ROM-Images beim Systemstart, zur dynamischen Auswahl zwischen ihnen (während das System läuft) und zur gleichzeitigen Bedienung mehrerer ROM-Sockets von einem einzigen One ROM-Socket aus.

Um diese Funktion zu nutzen, benötigen Sie die Stiftleisten des One ROM. Diese befinden sich zwischen den Pins 1 und 24/28 des Geräts. Falls diese Stiftleisten nicht bestückt sind, müssen Sie Standard-Stiftleisten mit 2,54 mm Rastermaß (0,1 Zoll) anlöten.

Anweisungen zur Verwendung der Header-Pins für die Bildauswahl finden Sie hier . Beachten Sie, dass verschiedene One-ROM-Revisionen möglicherweise unterschiedliche Pins zur Kennzeichnung verschiedener Bildnummern verwenden.

Wenn Sie ein einzelnes ROM-Image programmieren, benötigen Sie die Stiftleisten nicht.


Hinweis: Diese Beschreibung ist zum großen Teil die Übersetzung ins deutsche von diesem Artikel: Getting Started


Ausblick

In den nächsten Beiträge will ich die Bedienung der drei Programmiermöglichkeiten beschreiben:

TAGS:

Freitag, April 17th, 2026 Hardware Keine Kommentare

One ROM – Was man beim Zusammenlöten beachten sollte

Wenn euer One ROM Set bei euch ankommt, solltet ihr zunächst kurz prüfen, ob alle Bauteile vollständig sind. Im Lieferumfang enthalten sind:

  • die fertig bestückte Platine (24-polig bzw. 28-polig)
  • die passenden oberen Header-Pins
  • zwei rote Mini-Jumper
  • die passenden unteren Stiftleisten


Hier eine kurze Vorab-Info für alle, die ihre One ROM Platine zusammenlöten möchten:

Es ist ratsam, zuerst die oberen Header-Pins einzulöten, bevor die beiden unteren Stiftleisten montiert werden.

Die Stifte der unteren Stiftleisten sind auf beiden Seiten etwas unterschiedlich. Auf der einen Seite ist der Stift etwas dicker und etwas kürzer (im Bild unten auf der rechten Seite). Diese Seite wird mit der One ROM Platine verlötet. Die etwas dünneren Stifte auf der anderen Seite passen perfekt in einen IC-Sockel mit runden, gedrehten Stiftleisten. Hinweis: IC-Sockel mit Federleisten werden dennoch etwas aufgedehnt.

Die oberen Header-Pins werden allerdings nur benötigt, wenn ihr Funktionen wie Image-Wechsel oder Debugging nutzen möchtet.
Beim Image-Wechsel können mehrere ROM-Inhalte auf das One ROM geflasht und anschließend per Jumper ausgewählt werden.

Für die reine Nutzung als ROM-/EPROM-Ersatz sind diese Pins nicht zwingend erforderlich.

Wenn ihr euch unsicher seid, empfiehlt es sich jedoch, die Header-Pins direkt mit einzulöten. Ein nachträgliches Einlöten ist zwar möglich, aber etwas aufwendiger.

Eine gute Erklärung dazu findet ihr hier:


Hinweis zu den Header-Pins für +5V und GND

Besondere Aufmerksamkeit solltet ihr den beiden Header-Pins für +5V und GND schenken.

In manchen Situationen kann es sinnvoll sein, diese Pins verfügbar zu haben – sie bergen jedoch auch die Gefahr, unbeabsichtigt mit einem Mini-Jumper gebrückt zu werden – WAS UNBEDINGT ZU VERMEIDEN IST!.

Wenn ihr sie nicht unbedingt benötigt, empfehle ich daher, die beiden Pins vor dem Einlöten zu entfernen, sodass sie gar nicht erst vorhanden sind.

TAGS:

Sonntag, März 29th, 2026 Hardware Keine Kommentare

Leiterplattenfertigung mit Bestückung bei JLCPCB (Quick Guide)

🧾 1. Was du brauchst (die 3 Pflichtdateien)

Für JLCPCB Assembly brauchst du immer:

✅ Gerber-Dateien

  • PCB-Layout (Layer, Bohrungen)
  • Meist als ZIP
  • → aus KiCad: Plot + Drill Files

✅ BOM (Stückliste)

  • CSV-Datei
  • Enthält:
    • Designator (R1, C1…)
    • Wert
    • LCSC Part Number (sehr wichtig!)

✅ CPL / Pick&Place (Positionsdatei)

  • CSV
  • Enthält:
    • Bauteilposition (X/Y)
    • Rotation
    • Layer (Top/Bottom)

⚙️ 2. Bestellung starten

Gehe zu PCB Assembly auf der JLCPCB Website:

  1. Gerber ZIP hochladen
  2. Parameter wählen:
    • Anzahl: 5 ist die Mindestbestellmenge
    • Layer: (z. B. 2 Layer)
    • PCB Dicke: (meist 1.6 mm)
    • Farbe: grün (andere Farben können Aufpreis haben, einfach ausprobieren)
    • Oberflächenausführung: LeadFree HASL oder ENIG (wenn du vergoldete Kontakte willst)

👉 Dann:
➡️ „PCB Assembly“ aktivieren


🔩 3. Assembly konfigurieren

  • Assembly Side: Top oder Botto, (je nach dem wo die Bauteile bestückt werden)
  • Alles weiteren Optionen können so belassen werden
  • Weiter Button drücken und bei der Vorschau nochmals mit weiter bestätigen

📦 4. BOM & CPL hochladen

Jetzt kommt der wichtigste Teil:

🔹 BOM hochladen

  • CSV mit LCSC Nummern
  • JLC mappt automatisch Bauteile

🔹 CPL hochladen

  • Positionen werden eingelesen
  • Process BOM & CPL drücken

🔍 5. Bauteile prüfen (sehr wichtig!)

Du bekommst eine Ansicht wie in deinem Screenshot:

Für jedes Bauteil:

  • ✅ korrekt erkannt?
  • ✅ verfügbar?
  • ⚠️ „Extended“ = Aufpreis
  • ❌ „Out of stock“ = Problem

👉 Optionen bei Problemen:

  • Ersatz wählen
  • Bauteil entfernen (DNP)
  • selbst bestücken

Component Placements

  • Weiter-Button drücken

Quote & Order

  • Produktbeschreibung auswählen
  • Save To Chart Button drücken

Nun liegt der Artikel im Warenkorb und kann bezahlt werden, Dabei muss eine Versandoption ausgewählt werden. Ich empfehle bei bestückten Platinen unbedingt FedEx Express auszuwählen. Damit hat man die wenigsten Probleme mit dem Zoll.


🧠 6. Typische Stolperfallen

❗ LCSC Part Number fehlt

→ Bauteil wird nicht erkannt

❗ Footprint passt nicht

→ falsches Package (z. B. SOP vs QFN)

❗ Rotation falsch

→ unbedingt Vorschau checken

❗ Nicht bestückbare Teile

  • USB
  • große Connectoren
  • spezielle ICs
    → oft manuell löten

🧪 7. DFM Check (automatisch)

Nach Bestellung:

  • JLC macht einen Design Check (DFM)
  • dauert ca. 1–6 Stunden

👉 Danach bekommst du:

  • finale Freigabeansicht
  • ggf. Rückfragen

🚚 8. Produktion & Lieferung

  • PCB: ~2–3 Tage
  • Assembly: ~3–5 Tage
  • Versand: ~3–7 Tage

💡 Profi-Tipps

  • ⭐ Nutze möglichst Basic Parts (billiger, schneller)
  • ⭐ Vermeide seltene ICs (wie dein PSRAM 😄)
  • ⭐ Setze kritische Teile auf manuelle Bestückung
  • ⭐ Immer 1–2 Extra Boards bestellen

✅ Kurz-Zusammenfassung

  1. Gerber hochladen
  2. SMT Assembly aktivieren
  3. BOM + CPL hochladen
  4. Bauteile prüfen/ersetzen
  5. Bestellung abschließen
  6. DFM freigeben
  7. Warten & freuen 🎉
Mittwoch, März 25th, 2026 Allgemein Keine Kommentare